Mr.Oliver from Germany Reviews

Dear Riyaz, we will never forget this outstanding and most thrilling adventure we had in Kashmir with you and your team. We were so lucky, that gave us such a professional support for our skiing and mountain expedition aktivities in March 2011. Thank you so much.
See our report in German below.

Kashmir
(März 2011)
Schilderung einer Reise (von Helli Schönwetter)

kashmir ski expedition to kolahoi peak
Oliver AND TEAM

Srinagar

…erster Eindruck: Müll und Militär. Dieser Montag ist diesig. Grau in grau. Nasskalt. Kahle Bäume. Kaputte Häuser. Die Straße vom Flughafen in die Stadt sind aneinandergereihte Schlaglöcher. An jeder Ecke starren Soldaten hinter Sandsackstellungen hervor. Weggeworfenes türmt sich neben der Straße, schnauzbärtige Männer hocken dazwischen, wärmen sich an ihren Kangris unter den groben, dunkelgrauen Kaftanen und dösen vor sich hin. In respektvollem Abstand liegt ein Rudel räudiger, magerer Hunde, die genauso vor sich hin dösen…
So habe ich mir das Shangri La nicht vorgestellt.

Nachmittags kommt die Sonne durch. Wir lassen uns mit einer Shikara über den Lake Dal- rudern, im Sonnenlicht schaut alles gleich ganz anders aus. Die Farben leuchten. Wir sehen Eisvögel. Das frische Grün auf den schwimmenden Gärten ist jetzt plötzlich viel grüner. Und wir erhaschen das ein oder andere Lächeln der Bootsbewohner.

Etwa ein Viertel von Srinagar liegt nicht auf dem Land sondern auf Hausbooten auf dem See, dem Dal-Lake. Das war nicht immer so. Den Anfang machten die Engländer, denen, anders als im übrigen Indien, untersagt war in Kashmir Land zu erwerben. Also ließen sie ihre Paläste einfach auf dem Wasser bauen. Der Boom kam aber in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts, als, nicht nur wegen Led Zeppelin und den Beatles, Srinagar neben Kathmandu zur Hauptstadt von love and peace wurde. In dieser Zeit schossen die Hausboote wie Pilze aus den Boden (nein besser: wie der Lotus aus dem Wasser). Meist als prunkvoll geschnitzte, luxuriös ausgestattete Hotels. Dann kamen aber Jahrzehnte mit Krieg, Bürgerkrieg, Schrecken und Hunger. Die Touristen blieben aus, auch die Hippies und die Alpinisten. Nur die Hausboote blieben und während das Srinagar auf dem Land die Kriegsjahre nicht schadlos überstanden hat, ist das schwimmende Srinagar noch in einem erstaunlich guten Zustand.
Jedes der Hausboote ist mit einer Veranda ausgestattet, von der man das Leben auf dem See und die ausgesprochen üppige Vogelwelt beobachten kann oder einfach nur auf das Wasser hinausschauen und die verschiedenen Stimmungen aufsaugen.
Im Bootsinneren kommt als erstes das Wohnzimmer (Salon, so haben es die alten Engländer wahrscheinlich genannt. Heute würden man es Lounge nennen), dicke Teppiche, Ohrensessel, reichlich Schnitzwerk, an der Decke ein großer Propeller um die schwülwarme Sommerluft umzuschaufeln. Jetzt Anfang März schätzen wir mehr den gemütlichen Holzofen in der Mitte des Raumes. Denn auch wenn es in der Sonne auf der Veranda schon wunderbar warm ist, sobald der Planet sich am Nachmittag hinter die weiße Punjal-Kette senkt wird’s zapfig auf dem See.
Der Raum nach dem Wohnzimmer ist der Speiseraum. In der Ecke der Kühlschrank, in dem immer genug Kingfisher liegen sollte. Die Engländer der East-Indien-Companie bevorzugten natürlich Gin-Tonic, aber die kannten halt die lokale Bierbraukunst noch nicht. In der Raummitte steht ein filigran geschnitzter, großer Tisch, an dem (von Touristen bevorzugt) köstliches Chickencurry aufgefahren wird. Die Küche ist übrigens nicht an Bord, die befindet sich entweder in einer kleinen Hütte auf einer Insel, an der das Boot anlegt, oder einem separaten Boot. Hinter dem Dinningroom sind, je nach Größe des Hausbootes, zwei, drei oder mehr Schlafzimmer. Nicht alle Hausboote haben direkten Landzugang. Bei manchen ist man darauf angewiesen sich mit einer Shikara übersetzen zu lassen.

Nach ein paar Tagen „Ankommen“ in der fremden Welt, nachdem wir ausgiebig durch Bazare geschlendert sind, nach langem Suchen das beste Sish-Kebab der Stadt gefunden zu haben und nachdem wir unzählige male beinahe überfahren worden sind (naja… bisschen übertrieben, aber der Verkehr ist wirklich chaotisch) zieht es uns ins Gebirge.
Zwar sahen wir schon von Srinagar aus die Punjal-Range als gellleuchtende Schneeberge, aber auf der Fahrt dorthin kamen wir ins Zweifeln. Unser vollbesetztes, mit Skiausrüstung für fünf Leuten auf dem Dach bepacktes Auto hat sich schon einige Serpentinen hochgequält, aber von der weißen Pracht noch keine Spur. Ein laues Lüftchen weht und frisches Grün spitzt auf den Feldern hervor. Endlich, nach einer weiteren Kurve, der erste Fetzen Schnee. Und dann geht’s ab. Von Serpentine zu Serpentine wächst die Schneehöhe. Jetzt schon ein halber Meter.Jetzt ist es bestimmt schon ein Meter oder mehr… kurze Zeit später ist es vorbei mit der Aussicht, das Auto bewegt sich in einem weißen Graben… vom Ort Gulmarg sieht man vom Auto aus gar nichts, die Häuser sind bis zur Dachrinne eingeschneit. Wir müssen erst aus dem Straßenkanal herausklettern um uns zu orientieren. Hier hat es mal richtig Schnee! Ich habe ja schon seit längerem vom schneearmen Bayern aus die Wettersituation in Gulmarg verfolgt. Während es in den Alpen mit Schneefällen eher bescheiden war, konnte ich für diese Kashmir-Region den ganzen Februar, jeden Tag „heavy snowfall“ lesen. Pünktlich als wir hier ankamen, kam auch das schöne Wetter (Das nenne ich timing!!!). Doch nicht nur durch die Schneemenge unterscheidet sich Gulmarg deutlich von jedem anderem Skiort in Europa. Ich habe zumindest weder in Garmisch noch am Arlberg oder sonst wo Affen von Baum zu Baum springen sehen. Affen im Schnee, genüsslich die Reste verspeisend, die die Hotelküche einfach vor die Tür stellt. Das wäre schon gute Abfallentsorgung, jedoch stehen Plastiktüten nicht auf King Louis Speiseplan.
Gulmarg ist ein Hotspot der Freeride-Szene. Unter Freaks bekannt in der ganzen Welt. Es gibt zwar nur eine Gondel, die aber bringt uns auf 3950m. Von dort aus, vom breiten Rücken des Apharwat, gibt es keine präparierte Piste die ins Tal führt. Nur Powder. Schaut man vom Apharwat nach Norden erhebt sich jenseits des Tales ein markanter Gipfel, der höchste im ganzen Kranz. 125 km weit weg (nah dran): der Nanga Parbat. (…schicksalsträchtig!!!) Wo kann man sonst noch auf diesem Planeten mit einem Achttausender-Panorama Skifahren?

Wir haben uns diese megabreiten Latten ausgeliehen. Für uns traditionelle Tourengänger am Anfang ein wenig ungewohnt (Ich meine sogar, mit den Pantoon-Brettern hat das weniger mit Skifahren zu tun, mehr mit Schneesurfen). Spaß macht’s aber doppelt.
Ist eine Rinne entweiht, von langen Turns die jungfräuliche, weiße Konturlosigkeit zerstört, tragen wir beim nächsten mal die Ski am Buckel eine viertel Stunde weiter zur Nachbarrinne und schon haben wir wieder unverspurten Pulvergenuss. Mit Konkurrenz brauchen wir nicht zu rechnen. Es sind Mitte März nicht mehr viele Touristen in Gulmarg und das Gebiet ist wirklich weitläufig.
Nach ein paar Tagen Freeriding besinnen wir uns wieder, weshalb wir eigentlich nach Kashmir gekommen sind, nämlich zum Skitourengehen. Wir tauschen die breiten, schweren Bretter wieder mit unseren mitgebrachten leichten Tourenski. Um am nächsten Tag früh dran zu sein, nehmen wir die letzte Gondel zum Apharwat und stellen neben der Bergstation auf 3950m die Zelte auf. Die Nacht war nicht sehr erholsam. Zu eng und stickig war es im Zelt (gefühlte 250 Schlafsequenzen), und so ist es eine Erlösung, als das erste Licht durch die Zeltwand schimmert. Als sich die Sonne über die Himalayakette schiebt, sind wir schon alle angezogen. Es ist noch nicht recht gemütlich um diese Uhrzeit an diesem Fleck. Windig, kalt, denn die Sonne hat um diese Zeit nur eine moralische und eine optische Ausstrahlung, die Thermische kommt erst später hinzu. Zelte abbrechen und schon sind wir abfahrbereit. Unser Ziel ist der Sunsetpeak, 4040m. Nicht viel höher als wir hier, ein Katzensprung, wäre nicht ein tiefes Tal dazwischen. Wir rutschen auf dem leicht geneigten Rücken, vorbei an einer baufälligen Meteostation, nach Süden bis dieser wellige, gutmütige Buckel in mehreren Rinnen gut 1000 m zum Fluss hinab abbricht. Der Schnee ist bockhart gefroren. Die Neigung entspricht etwa der, der Fernpassrinne, weshalb wir diese Rinne vorübergehend auch so taufen. Es ist ja auch nicht alltäglich vor dem Frühstück die Fernpassrinne hinabzurattern. Der Fluss ist zugelahnt, deshalb leicht zu passieren. Auf der anderen Talseite geht es erst steil aufwärts, gerade so mit Skiern gehbar. Dann neigt sich das Gelände und auch die Sonne traut sich nun soweit in den Taleinschnitt, dass auch wir etwas von ihrer Wärme abbekommen. Erst jetzt frühstücken wir Kekse, Chapati und Tee aus der Thermoskanne. Ein riesiger Hang baut sich vor uns auf. Vollkommen konturlos. Ohne einem Baum oder einer Spur, nur eine gewaltige weiße Fläche. Unser Aufstiegs-Zick-Zack wirkt wie ein Eingriff in eine unbekannte, vollkommene Welt. So ist auch unser Rhythmus: steigen, schnaufen, staunen, losgelöst von Zeit und Form. Bis das Blau des Himmels mehr und mehr des Bildausschnittes einnimmt und das Weiß des Hangs verdrängt. Dann geht’s nicht mehr weiter rauf und wir sind am runden Gipfel des Sunsetpeaks. Im gleißenden Sonnenlicht reihen sich am Horizont Gipfel an Gipfel. Nur wenige davon können wir bestimmen: der Kolahoi, Nun und Kun, die beiden Siebentausender schon zum Zanskar Gebirge gehörend und natürlich der alles überragende Nanga Parbat. Die Abfahrt ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. Erst diese gewaltige Flanke nach Norden hinab. Pulverschnee der Sorte „Extraflaumig“. Schwung für Schwung…ganz gleichmäßig…in dem Takt den dieser Idealhang vorgibt…endlos. Dann über einen schmalen Grad hinüber und von dort eine Rinne hinein mit lichtem Baubestand. Die Hänge, anfangs noch ganz schön steil, werden dann immer flacher und der Schnee immer nasser. Nach 1500 Hm ist das Vergnügen vorbei. Ein Blick zurück und uns ist klar, dass diese Abfahrt nur schwer zu toppen ist. Mit diesem Grinsen im Gesicht machen uns auch die restlichen flachen Kilometer im tiefen Sulz und unter mittlerweile brütender Sonne nichts mehr aus.
Szenenwechsel: Liddervalley. Dieses Tal ist etwa 50 km östlich von Srinagar. Das letzte Städtchen, Pahalgam, ist wenn kein Schnee liegt, ein Vergnügungsort für die indischen Sommerfrischler. Die Straße geht noch weiter bis Aru. Bis dorthin müssen wir aber diese zweimal freischaufeln. Zu warm ist es jetzt schon tagsüber und Lawinen nehmen keine Rücksicht auf das Reiseziel europäischer Touristen. Als wir Aru erreichen ist es schon lange stockdunkel. Im Licht der Stirnlampen laden wir den Jeep ab, verstauen und verteilen Seesäcke, Zelte, Bündel mit Skiern und so weiter. Erst dann ruft uns unser Koch in die Küche und es gibt wieder einmal Chickencurry.
Das Liddervalley wurde Mitte der achtziger fürs Skitourengehen entdeckt. Im Rahmen einer Schweizerisch-Indischen Expedition wurde neben anderen Gipfeln auch der 5425 Meter hohe Kolahoi bestiegen. In den folgenden Kriegsjahren war das Liddervalley dann nicht passierbar. Ganz zögerlich kamen dann vor wenigen Jahren die ersten Trekker, die das Tal im Sommer besuchten. Wir sind jetzt angeblich die ersten seit ca. 30 Jahren die im Winter hier sind. Somit wartet am Ende des Tales der Mt. Kolahoi immer noch auf seine zweite Winterbesteigung.
Früh aufbrechen! So haben wir das geplant, aber wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Oder in diesem Fall ohne die Träger. Zehn Träger wiegen Ihre Lasten ab, tauschen hin und her. Rucksack rauf, kurz auf den Schultern probetragen, Rucksack wieder runter, und wieder neu packen. Kaum ist die Kolonne annähernd komplett zum Abmarsch, kommt aus einer Hütte verschlafen ein neuer Träger hinzu und die ganze Prozedur fängt von vorne an. Lautstark. Jeder redet. Einer will den andern überschreien. Ich stehe nur dabei und verstehe nichts von dem was die da von sich geben, aber es hört sich nach einem handfesten Streit an. Als wir uns endlich in Bewegung setzen ist es schon lange hell. Die Nacht war nicht allzu kalt, der Schnee war also ohnehin nicht tief gefroren und jetzt hat sich diese dünne, harte, tragfähige Kruste schon in weiches saftiges Mus verwandelt. Uns, mit den Skiern unter den Füßen, macht das nicht viel aus. Unser Rucksack dürfte zwar nicht leichter sein als der der Kashmiris, aber wir brechen nicht bei jedem zweiten Schritt bis zur Hüfte ein. Für die Träger ist das schon eine mächtige Plackerei. Aber jetzt wird gelacht und sogar gesungen. Das Packen und Diskutieren war für diese Hitzköpfe offenbar aufregender als das Tragen selbst.
Nach einem Aufschwung, gleich hinter Aru, führt das Tal dann flach nach Norden. Wir machen kaum Höhenmeter. Nach einem schluchtähnlichen Anfang, weitet sich das Tal und wir können uns in respektvollem Abstand der lawinenschwangeren Flanken bewegen. Welches Kaliber diese Nassschneerutsche hier haben sehen wir an schon abgegangenen Lawinenkegeln. Ansonsten schaut aus wie bei uns im Karwendel. Das Tal mit den knorrigen Bäumen erinnert mich stark an die heimische Eng.
Lidderwat ist eine kleine Almsiedlung auf 2811m Höhe und liegt an dem Schnittpunkt von drei Tälern. So eine Lidderwat-Almhütte hat ein Flachdach, das zur Talseite auf dicken Stämmen ruht. Die Wände (wenn vorhanden) sind lockere Blöcke. Innen regnet es tagsüber weil der Schnee schmilzt und durch das Erddach rinnt. Dementsprechend baazig ist der Lehmboden. Im Großen und Ganzen eine ungemütliche Behausung. Aber zum Glück gibt es ja in Lidderwat auch noch eine Touristenhütte. Diese hat aber auch schon bessere Tage gesehen. Unwichtige Ausstattungsgegenstände wie Türen und Teile des Fussbodens wurden schon verheizt. Als unsere Träger dann auch Feuer machen um ihren Reis zu kochen, wird der Qualm, trotz fehlender Fensterscheiben, so dicht und beißend, dass man das andere Ende des Raumes nicht mehr sehen kann. Den Kashmiris macht das wenig aus, denn die obligatorische Wasserpfeife macht ohne Unterbrechung die Runde. Dicht an Dicht, wie die Sardinen, liegen sie in der Bude, spielen Karten, trinken Tee, rauchen und lachen.
Nur wir verwöhnten Abendländler ziehen es vor, vor der Hütte die Zelte aufzustellen. Wir liegen ganz entspannt auf einer Zeltplane, werden vom Koch mit Tee mit Rum verwöhnt und blinzeln in die Sonne. Um diese hat sich mittlerweile ein deutlicher Halo gebildet. Bei uns sagt man „der Mond (die Sonne) hat einen Hof“, und das ist ein untrügliches Schlechtwetterzeichen.
Am nächsten Morgen ist der Himmel noch makellos blau. Das Tal zieht nun nach Osten, ist weiterhin ohne nennenswerten Höhengewinn und man kann es nicht anders beschreiben als „einfach schön“. Ab und zu kommt das Bachbett der Lidder unter der Schneedecke zum Vorschein. Birken und Zedern stehen mal dichter, meisst aber licht gestreut im Talgrund. Gegen Mittag erreichen wir die letzten Almen. Bis hierher wollen die Träger gehen. Hier haben sie die letzte Unterschlupfmöglichkeit. Vom Gletscher ist hier aber noch nichts zu sehen und das Tal ist immer noch flach wie eine Kegelbahn. Wir lassen uns von Safeen, unserem genialen Koch noch ein Lunch brutzeln. Während dessen packen wir die Rücksäcke um. Zelt, Schlafsäcke, Proviant, Seil, Steigeisen…alles muss jetzt in unsere Rückentüten. Nach einem weiteren, köstlichen Chickencurry brechen wir auf und sind von nun an auf uns allein gestellt. Der Himmel hat sich mittlerweile einen milchigen Schleier zugelegt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Schönwetterperiode sich dem Ende neigt. Wir laufen solange wir Tageslicht haben und schlagen gegen 18.00 Uhr an einen lawinensicheren Platz auf 3450m unsere Zelte auf. Das Talende und der Gletscher sind nun in unmittelbarer Nähe. Doch das Beste ist, das wir von hier aus den Mt. Kolahoi sehen können. Mit seinem schroffen, gebänderten Gipfelaufbau sieht er nun wirklich nicht aus wie ein Skiberg.
Schlafsack verstauen, Zeltabbauen, dazwischen eine Tasse Kaffee. Alles läuft recht zügig ab. Wir wollen jetzt auf diesen Berg und nicht nur Loipen spuren wie die letzten beiden Tage. Nach einer Stunde ist der Talkessel erreicht. Das Problem ist jetzt, auf das obere Gletscherplateu zu kommen. Es ist nicht einfach, eine gute Linie zwischen Gletscherbruch und Felsriegel zu finden. Anfangs steigen wir noch in steilen Kehren auf, dann müssen die Ski doch an den Rucksack und wir stapfen die Westflanke hinauf um oben zu travesieren und flacheres Gelände zu erreichen. Windig ist es geworden. Der Kolahoigipfel setzt sich zeitweise eine Wolkenhaube auf. Jetzt merken wir auch die Höhe. Immer öfter bleiben wir stehen. Trinkpause. Und wieder hängt einer von uns über den Skistecken. Der Wind spielt mit uns, jagt uns Eiskristalle ins Gesicht und versucht uns mit so mancher Böe umzuwerfen. Es wird flacher. Wir haben das Plateau erreicht. Jetzt heißt es einen Lagerplatz zu suchen. Der Höhenmesser zeigt 4666m an und wir sind neuneinhalb Stunden unterwegs. An einem Felsaufschwung an der Ostseite des Gletschers finden wir einen riesigen Schneekolk. Hier könnte wahrscheinlich eine ganze Kompanie zelten. Im Kolkboden ist es relativ windgeschützt. Ganz windstill ist es natürlich nicht, denn so ein Schneekolk wir ja vom Wind geformt. Aber es ist nicht ganz so böig wie oben auf dem flachen Gletscher. Dennoch bricht mir beim Aufbauen das Zeltgestänge. Was aber mit ein paar Fetzen Leucoplast gleich wieder repariert ist. Im Zelt wird es jetzt richtig kuschlig, denn zum Kochen und Schneeschmelzen sind wir alle fünf im Drei-Mann-Mountain-Dom. Wir liegen übereinander und untereinander (Berührungsängste sind hier fehl am Platz) und lassen uns aber weder den Appetit, noch die gute Laune vermiesen. Schließlich zaubert der Hunger aus einer Tüte gefriergetrockneter Nudeln ein Feinschmeckermenü. Und wir alle sind zuversichtlich, dass morgen das Wetter besser wird und wir im Sonnenschein dem Gipfel zustreben können.
Es gibt doch nichts Gemütlicheres als im warmen Schlafsack zu liegen, während draußen die Naturgewalten toben. Auch wenn feiner Schneestaub durch die Zeltritzen und Reißverschlüssen dringt und es deshalb auch innerhalb unserer Behausung schneit. Am frühen Morgen hat der Wind sogar etwas nachgelassen und als es hell wird können wir blaue Flecken am Himmel entdecken. Jetzt oder nie. Während einer schnellen Tasse Kaffee wird ein Zelt abgebaut (die Ski, die wir als Verankerung benutzten brauchen wir ja jetzt), das Andere bleibt stehen. Kurz darauf klicken wir schon in die Bindung und steigen, noch etwas zäh und ungelenk, aus unserer Grube. Wir queren den Gletscher und stehen eine Stunde später unter der Südflanke des Kolahoi. Im Süden sind wir in Aru auch gestartet. Das heißt um hierher zu gelangen, mussten wir wie in einer Spirale um den Berg laufen. Vor uns zieht die immer steiler werdende Rinne hinauf, die wohl zum Gipfel führt. Jetzt verliert sie sich aber wieder in Wolken. Auch bläst es wieder ordentlich. Am Skidepot haben wir Mühe alles festzuhalten. Handschuhe, Felle und sogar die Ski müssen gesichert werden sonst wären sie bei der nächsten Böe weg. An diesem Fleck trennen sich dann die alpinistischen Motivationen in unserer Gruppe. Während die einen ein inneres Feuer stets aufwärts treibt und ihre Leidenschaft sich nicht von meteorologischen Widrigkeiten trüben lässt, pfeift der andere Teil der Mannschaft (Frauschaft) auf den Gipfel und zieht stattdessen ein Nickerchen im gelobten Hochlager vor. (Es gibt doch nichts Gemütlicheres als im warmen Schlafsack….) Guter Stapfschnee in der Rinne lässt anfangs ein zügiges Aufsteigen zu. Je weiter die Gipfelmannschaft aber höher kommt, desto weicher wird der Schnee. Das Couloir wird immer enger und steiler (geschätzte 50-55 Grad). Die Spurarbeit ist aufreibend. Lässt ein Wolkenloch einen Blick nach oben zu, ist kein Ende in Sicht, nur immer wieder ein weiter Aufschwung. Laut Höhenmesser hätten noch 150 Höhenmeter zum Gipfel gefehlt, als auch die Leistungsgruppe umdreht und nach zwei Stunden sich bei der Genussgruppe im Hochlagerzelt einfindet.
Für eine großzügige Regeneration ist aber auch hier keine Zeit. Wir wollen das Gletscherplateau verlassen ehe das Wetter noch schlechter wird. Allein die Vorstellung die steilen Hänge unter uns bei vielleicht einem halben Meter Neuschnee zu fahren ist nicht lustig. Neuschnee haben wir dann keinen, aber es ist unten warm geworden und der Schnee ist faul und die die Lawinensituation nicht zu unterschätzen. Mit unseren üppigen Rucksäcken in diesen tiefen Baatz würden wir auch nicht die besten Haltungsnoten für unsere Skitechnik bekommen. Aber uns schaut hier keiner zu. Kaum haben wir das Liddervalley erreicht, wo wir uns in Sicherheit wiegen dürfen, fängt es an zu regnen. Windstiller Schnürlregen. Und es regnet den ganzen Nachmittag, und auch am nächsten Tag pisst es ohne Unterlass und als wir angenehm ermattet in Aru eintreffen haben wir trotz High-Tech-Membranklamotten keinen trockenen Faden mehr am Leib.
Doch alles Unangenehme ist in dem Augenblick vergessen, in dem man auf der Terrasse auf dem Hausboot in Srinangar sitzt, mit einer Flasche Kingfischer in der Hand, und auf den Lake Dal hinausblickt… ( in Erwartung des Rufes aus der Küche, zum Essen zu kommen. Es gibt sicher wieder Chicken-Curry.)

Reviews and Feed backs

Testimonial

Dear Readers welcome to our testimonial,reviews and feed back page,i tried to collect all of  feed back on my different pages and posts of my blog ,and other sites which has a good recommendation of my company ,and some  old reviews when internet was not invented.

VIDEO REVIEW OF OUR SERVICES

Old Testimonial about Kashmir trekking tourThe Testimonial is 30 june 1930 of my grand father juma pakhtoon.

juma has cooked for us during the past eight weeks first in houseboat then he went pahalgam with us,he is a very hardworking boy and know how to do things well,we have been well pleased and take pleasure by recommending him.

Blanche m. hong

 

Jan Kelly, England, July 2008We had a wonderful time on the Lakes Trek with the brothers Riyaz and Safeen Paktoon. My very first impression upon meeting Riyaz was that he is straightforward and professional, not pushy at all, likeable and genuinely passionate about trekking. This proved to be absolutely correct for both him and his family as we came to know them better.

The trek was well organised; we felt well looked after; the food was abundant and of excellent quality (Safeen is a good chef as well as a photographer), The two pony men were also delightful people, funny and helpful, and Riyaz showed a great working relationship with them evidently based on mutual respect and experience.

The team worked hard setting up the camp etc. but they all clearly love walking in the mountains and we felt a great rapport with them.

We were given plenty of space to walk quietly alone with Riyaz way ahead of us and Safeen following behind us.

Riyaz proved capable to deal with the military when they without warning closed off a section of valley that we needed to pass; he walked about 20miles extra to meet with their commander to obtain permission specially for us; when we saw him later his legs were tired but he was full of excitement at the discovery of what sounded like a hidden civilisation isolated lower down the valley. This is an exciting area to explore.

The Lakes Trek is strongly reminiscent of the Austrian Tirolean alps. Abundance of wild flowers. Glacial lakes. High mountain passes taking you near the glaciers. Beautiful scenery. Good camping locations. Highly recommended.

I wholeheartedly recommend trekking with Riyaz and Safeen.x

 

(old reviews from 1974 )

 All you want know about kashmir great lakes trek review  

(Review on Indian mike)

bcm touring reviews

(other blog reviews)                             winter trek review

CHECK  REVIEWS ON GREAT LAKES

We spent 2 weeks trekking in Kashmir in June 2016. Our trek was in Aru valley; from Aru village we made radial treks along 2 rivers up to the altitudes of 3500-4000 m. The nature there is wonderful: beautiful forests, clean water of the rivers, a lot of flowers on the alpine meadows… And we could enjoy it because everything was organized specially for us by Riyaz Pahtoon. Before this trip we had the experience of different treks in Nepal, Buthan, South America, so we can compare. I can definitely say that our trek in Kashnir was one of the best . Everything from the beginning till the end was done professionally by Riyaz and his team, so we only enjoyed our trekking. We had 4 horses, 2 pony-men with them and a guide- Riyaz brother, who was also a cooker. The food was very good : very delicious Indian food! Our tent was new and big, enough space for 4 people, not only for 2 of us. So we could rest and sleep very well. Every day we walked for 6-8 hours. Our pony- men were very helpful, not only on the trek, but in the camp also.
I’d like also to mention our driver, who was very professional and kindly explain us many things along the way. In addition I’ d like to say that the price was very reasonable for the perfect service we got during our traveling.
We were very happy to visit this wonderful country – Kashmir – and hope to come again.
I can with pleasure recommend Riyaz and his family company for those who’d like to travel in the Kashmir mountains.
Tatiana , St-Petersburg, Russia  (these are copy of original feed back are )

Have been during the last week of May on a trekking in Lidderwat and Satlangen area with Riyaz and team. Although we were a bit early in the season (meaning crossing of high passes was not possible because of too much snow) we had a great experience. The area was very quiet with shepherds not having moved in yet, but oh so beautiful. Everything was organized without any hitch from day 1 at Srinagar airport till day 9 when we left Srinagar. The food during the trekking was very varied and very tasty. We plan to make the great lake trekking next year and will use Riyaz again. Stijn and Liza – South Africa

Kashmir high altitude Himalayas trekking
Lidderwat valley
Dr Kothawade Vivek

Had been to Kashmir with family and had a great time , and the most memorable ever. Arrangements made by Riyazbhai were good. Our driver Yusufchacha made us feel at home ,& inspite of curfew in many parts of Kashmir he took us safely to all places. As it’s said Kashmir is paradise on earth , you have to see it to believe it. Thanks Riyazbhai for the wonderful experience.

I don’t think there are words to express my gratitude towards Riyaz and his family. First of all Riayz’s family is experienced in the field of trekking for generations now and I don’t know if there are any people who know the mountains better than them. Secondly, I was blessed to find someone as honest, humble and warm hearted as him and his family. I told Riyaz I am low on money these days but am still eager to do a long trek. His price was so humble, comparatively nobody in Kashmir would offer such an understanding price, while he’s also the best in the field. He knows adventure, while at the same time he knows where an adventure ends and where danger begins. Kashmir is not like most popular treks in northern India or Nepal. Kashmir is known to be untouched and its nature is pure. You have to make sure that you get someone who is really experienced, otherwise you may find yourself lost in the forests with wild animals, or in military conflict areas etc. I am confident that you won’t get a better quality and a better price.

But let’s talk more about Riyaz’s family as humans, because that is an experience that will stay with me forever. They invited me to eat breakfast at their home everyday in Srinagar. They made me feel like a family member and made sure that I get a true Kashmir cultural experience, by guiding me through the city, bringing me to one of the major mosques, and consulted me in many other ways. They even called me at night to make sure that I was fine and happy, even today Riyaz checks on me.

I’m already planning my next visit with more friends, and besides the trek itself I am just excited to visit Riyaz and his family again.

Regards from Egypt and Germany,

Hadi

If you are going trekking in Kashmir, Riyaz and his family and crew are your best friends. My partner and I booked a one week Great lakes trip with Riyaz. It was very easy to communicate with him and organise things in advance. I simply called his number on my whatsapp from Australia. He planned the hike professionally, taking us to great scenery and bringing all those things that will allow us to be comfortable in the mountain (even live chicken for food was brought up).
The price was also fair, and all the people we came across through Riyaz were very nice and professional. This was a dream come true for us!
I wouldn’t hesitate recommending this family business to anybody interesting in trekking in Kashmir

gangabal lakes
Mr.masoud

 

This was our first trek with Trek Kashmir to the Kashmir Great lakes . We were 6 of us from Bengaluru. The hospitality we received on the trek was remarkable. All the support staff were very friendly. The terrain was incredible. We were unfortunate not to cross the Gadsar pass as the terrain was not feesable. But nevertheless it was a very beautiful and a memorable trek. Looking forward to trek with them again.
Cheers ,
Sachin Sogal

Shailesh Chhaya

I have been with riyaz and his team twice on two different treks in kashmir. each of these two treks were remarkable. Their knowledge of the terrain
terrain is most impressive.
They are also very hospitable N get good food within limitations. Every evening soup N evening snacks were there by the time we reached camp.
Their houseboat is also a pleasent one and their brother is knowledgeable of botanical N herbs.
A good time in both visits. Me n my friend s enjoyed the overall experience both times.
God bless them N may their humble N hospitality be with them always
Best wishes to them.
I highly recommend them
Shailesh

Meidiani rahayu

Hey I been first trek with trekkashmir to aru valley gadivar.is a Himalayan tribe village on north of lidder river .the river offer trout fishing .it is remote seasonal village.lovely peoples beautiful. And the mountains are stunning.it was in 2014 July.the in 2015 I took a group to Srinagar tulip festaval we all enjoyed tulip and sightseeing to pahalgam sonmarg.the service of trekkashmir are great.

Thank you Riyaz ……. You and your team has done a good job !!! we are happy with your arrangement – thank you.
Thanks to Hanif, Chacha (one of the best cook I’ve ever seen in any trek route) and Moibaba – entire team was so helpful and friendly !!! it will be a memorable trip of my life.
If we ever get a chance to come back to Kashmir for another trek I would prefer you to arrange the same for us. I hope soon there will be peace and prosperity in the valley………..

Did this in early October, probably one of the last batches(the dates were not even mentioned on the website). Amazing service and awesome people. Riyaz and his brothers were very helpful; right from answering all the queries to organizing this. We were a small group of five and still the prices were the same. Even though it was almost off season, he had organized everything well.

This place has 10-12 lakes nearby. When time permits I will will be coming for longer ones. They have brilliant knowledge of the terrain and you definitely feel safe.

Looking forward to doing more with you guys. Highly recommended. Thanks for making the trip memorable.

Thanks Riyaz, for being such a good guide during my travel in the breathtaking Kashmir. All about kashmir made my jaw drop. Hope I can come back there again someday.

PRASIDDH MANGAROLIA, Ahmedabad, Gujarat, India.

Thanks Riyaz, Tariq and Abid for arranging very comfortable trip of trekking. Although we planned the trip for Tarsar Lake, we could not reach there due to heavy snow on that side. As per the suggestion of Tariq, we stayed at Lidderwat and went for day trip towards Satlanjan side. The stay was very comfortable and food etc. provided on the trek was great. One should follow the trek routes as per the weather conditions. We will plan for the Great Lakes Trek next time with Riyaz.

We went trekking with Riyaz end of April, in the Aru Valley and had a very nice time altough we couldn’t do the trekking we wanted – no one to blame except the snow that hasn’t melted yet! We stayed in Litterwat, covered with snow; kids have been playing in the snow, building snowmen and building houses with sticks. Riyaz had organised it all very well, including in Srinagar where we visited the gardens, went to Gulmarg and stayed in a nice houseboat. I definitely think I will have to go back during summer time to enjoy the trekking in Aru valley!

HERRY UTAMA – JAKARTA – INDONESIA

I JOINED THE APRIL TOUR TO GULMAG AND PAHALGAM, IT WAS REALLY AMAZED ME AND REALLY REALLY LOVE KASHMIR. HOPE THIS SEPTEMBER WILL JOIN THE TOUR TO LADAKH AND KASHMIR LAKE TREKKING LEAD BY MR.RIYAZ [NICE & COOL]. SPECIAL THANKS TO MR.RIYAZ, HIGHLY RECOMMENDED TO JOIN THE TOUR.[*****]